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Quelle: Böll Stiftung
Quelle: Margot Käßmann
Quelle: Konstantin Wecker
Quelle: Franz Alt
Quelle: Bärbel Wartenberg-Potter
Quelle: GIDS
Quelle: Bläck Fööss
Quelle: Dreisterne-General Lute
Quelle: Aeham Ahmad
Quelle: Landesbischof Prof. Jochen Cornelius-Bundschuh
Quelle: Reiner Hoffmann, DGB
Quelle: EKHN/Norbert Neetz
Quelle: ver.di
Quelle: Heiko Lietz
Quelle: Myriam Rapior
Quelle: Gerhard Richter

Mythos Wirksamkeit militärischer Interventionen

Der Mythos nachhaltiger Wirksamkeit militärischer Interventionen hält sich hartnäckig
- trotz offensichtlich gegenteiliger Erfahrungen und Studienergebnisse.

  • Deutschland und Europa sollen und wollen mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen. Unsere ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer versteht darunter die Ausweitung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr – die gleichzeitig auch der Durchsetzung deutscher Interessen dienen sollen.

Dabei zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Wirksamkeit von Militäreinsätzen im Ausland zur Erreichung langfristiger politischer Ziele sehr gering bis kontraproduktiv ist.

 
 
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Quelle: EKD-Lesebuch Friedenssynode 2019
ind Militäreinsätze erfolgreich?
Peter Rudolf fasst in seinem Beitrag zum Lesebuch zur Friedenssynode der EKD 2019 die Ergebnisse zahlreicher internationaler Studien zur relativen Unwirksamkeit militärischer Interventionen zur Erreichung politischer Ziele zusammen:
„Gegen die historisch vielfach zu beobachtende starke Zuversicht nicht nur militärischer, sondern auch politischer Entscheidungsträger in die Erfolgsaussichten militärischer Gewalt sprechen die Ergebnisse jener Untersuchungen, die eine große Zahl von Militäreinsätzen in den Blick nehmen und sie statistisch auswerten.“
 
Quelle: Münchner Sicherheitskonferenz verändern e.V.
Studienergebnisse und Zitate zur relativen Unwirksamkeit von Militäreinsätzen  
Dieser Artikel fasst auf zwei DIN-A4-Seiten die Ergebnisse diverser internationaler Studien zur relativen Unwirksamkeit militärischer Interventionen zur Erreichung politischer Ziele zusammen.
Er geht auch auf die Veröffentlichungen der Washington Post vom Dezember 2019 zur Ahnungs- und Wirkungslosigkeit des US-Militäreinsatzes in Afghanistan ein.
 
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Quelle: Gängige Mythen der Sicherheitspolitik
 Gängige Mythen der Sicherheitspolitik - Vereinigung Deutscher Wissenschaftler 2019

       1. Mythos „Die kooperative Weltordnung verfällt." Tut sie das?
       2. Mythos „Russland hat die europäische Friedensordnung aufgekündigt.“
       3. Mythos „Robuste Militärinterventionen können dabei helfen, Konflikte im Globalen Süden zu lösen.“
       4. Mythos „Die Bundeswehr ist schlecht ausgerüstet, weil sie zu wenig Geld bekommt.“
       5. Mythos „Rüstungskontrolle ist nicht mehr zeitgemäß.“

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Quelle: Friedensgutachten 2020
Auswertung der 41 militärischen Interventionen zum Schutz der Menschenrechte
(sog. Humanitäre Interventionen) im Zeitraum 1946 - 2016
Die gewaltsame Notlage, die zur militärischen Intervention führte, dauerte vier Jahre nach Beginn der Intervention in der Hälfte der Fälle weiter an (nach einem Jahr in 2/3 der Fälle).
Friedensgutachten 2020, S. 58-63        Link zur englischsprachigen Homepage des Forschungsprojekts

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Quelle: US-Evaluierung des militärischen Afghanistan-Einsatzes 2019
Ein ARD-Bericht vom Dezember 2019 schildert eindrücklich, wie ahnungs- und wirkungslos die US-Militärintervention in Afghanistan vom US-Militär und den für den Afghanistan-Einsatz verantwortlichen Generälen eingeschätzt wird:
„Wir wussten nicht, was wir tun.“
"Wir hatten keine Ahnung was wir in Afghanistan taten. Wenn die amerikanische Öffentlichkeit geahnt hätte, wie groß das Ausmaß der Ahnungslosigkeit war...“.
 
 
Quelle: Mega-Evalution Afghanistan BMZ 2020
Militäreinsätze wie in Afghanistan werden immer wieder damit begründet, dass sie eine sichere Umgebung für nötige und mögliche Entwicklungshilfe schaffen können und sollen.
Die BMZ-Auswertung von 148 internationalen Evaluationen der Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan aus dem Zeitraum 2008-2018 widerlegt diesen Anspruch klar:
Es gilt anzuerkennen, dass Afghanistan weiter in Krieg verwickelt und kein Post-Konflikt-Land ist. Das Fehlen grundlegender Sicherheit ist auch nach 18 Jahren militärischer Intervention ein allgegenwärtiges Problem für jeglichen wirksamen Kapazitätsaufbau. In diesem Setting militärisch-ziviler Kooperation ist keine wirksame Entwicklungszusammenarbeit jenseits gelingender Kleinprojekte möglich.
 
 

Zeitschrift für Innere Führung der Bundeswehr 03/2020:

Der Artikel "Stabilisierung im Treibsand? - Von Illusionen, Fehlern und Erfolgs-Bedingungen westlicher Stabilisierungsbemühungen" kommt in Betrachtung der internationalen Stabilisierungsbemühungen in der Sahel-Region, Afghanistan und Vietnam zu dem Schluss:
„Angesichts der bisherigen Ergebnisse westlicher Stabilisierungsbemühungen stellt sich grundsätzlich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, derartig komplexe Interventionen im globalen Süden anzustrengen. Hier sollte deshalb eindeutig die Prävention in den Mittelpunkt der Anstrengungen gestellt werden.
Sind Konflikte erst einmal ausgebrochen, sind erfolgreiche Stabilisierungs-Maßnahmen angesichts der oben aufgezeigten Schwierigkeiten extrem schwierig zu erreichen und verdammt teuer; um ein Vielfaches teurer, als intensive, jahrzehntelange Prävention."

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"Gerade der Fall Afghanistan zeigt deutlich diese schon lang anhaltende Schieflage zwischen militärischen und zivilen Mitteln und bekräftigt die Erkenntnis, dass Militär ein in seiner Wirkung immer wieder weit überschätztes, immens teures und letztlich untaugliches Instrument nachhaltiger Konfliktbearbeitung und Friedenspolitik ist."
 
 
Für eine Zivilisierung von Sicherheispolitik: Vor dem Hintergrund zunehmender Dysfunktionalität militärischer Gewalt und der nicht-militärischen Natur der meisten akuten und sich abzeichnenden Sicherheitsprobleme muß sich eine zukunftsorientierte und friedenspolitisch ausgelegte Sicherheitspolitik ... von vier Prinzipien leiten lassen: 1. Zivile Konfliktbearbeitung, 2. Prävention, 3. Kollektivität, 4. Partizipation
 
Quelle: Initiative Sicherheit neu denken
Podiumsdiskussion der Katholischen Akademie Rabanus Maurus und der Evangelischen Akademie Frankfurt am 16.11.2020 zur Wirksamkeit militärischer Gewalt
mit Prof. Dr. Deitelhoff vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
und Meinrad Angermayer, dem Sprecher des Bundeswehrkommandos Hessen
 
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Quelle: better place
 
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