Aktivtreffen 2022

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
Beim Sicherheit neu denken und Peace for Future Aktivtreffen in Fulda vom 15. bis 17. Juli 2022 stellten zahlreiche SND-Regionalgruppen ihre Aktivitäten und Mitmachaktionen vor.
 
Mirka Hurter und zahlreiche Mitglieder des Peace for Future-Teams berichteten von den Friedensmentor*innen-Ausbildungen für 18- bis 28jährige und ihrem wachsenden bundesweiten Netzwerk, das sich ebenfalls zunehmend in Regionalgruppen organisiert.
 
Andreas Zumach bereicherte das Treffen mit seinem orientierenden Vortrag "Der Angriffskrieg gegen die Ukraine – eine Zeitenwende für unsere Friedens- und Sicherheitspolitik?", der von allen Teilnehmenden dankbar aufgenommen wurde.
 
 
Ralf Becker (Koordinator) beschrieb aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der SND-Initiative, die inzwischen von 50 Organisationen getragen wird, darunter mit AbFang einem Aktionsbündnis 40 österreichischer Organisationen.
Er berichtete von der erfolgreichen SND-Wahlkreisinitiative "10 % für Zivil", die im Frühjahr 135 Bundestagsabgeordnete inklusive führender Haushaltspolitiker*innen und eine Aufstockung der Ansätze für Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung im Bundeshaushalt 2023 erreichte.
Auch der Rethinking Security Report "Overcoming Helplessness" vom Februar 2022 sowie die SND "Impulse für eine entschlossene und besonnene Reaktion auf Putins Krieg" vom März 2022 fanden vielfältige und dankbare Resonanz.
 
Der renommierte Friedens- und Konfliktforscher Prof. Dr. Friedrich Glasl aus Wien ordnete den Ukrainekrieg in das von ihm entwickelte 9-stufige Konflikteskalationsmodell ein und rief dazu auf, uns von den atomwaffenbesitzenden Staaten nicht entmächtigen zu lassen.
 
Christoph von Lieven (Greenpeace Deutschland) informierte über eine entsprechende Aubruchstimmung bei der Wiener UN-Vertragsstaatenkonferenz zum Verbot von Atomwaffen.
 
Marie-Noelle Koyara, Vorsitzende des Nationalen Rats für Gewaltfreiheit und ehemalige Verteidigungsministerin der Zentralafrikanischen Republik, skizzierte den Aufbau des Sicherheit neu denken Netzwerks in Afrika.
Ähnlich wie in den Niederlanden ist angedacht, in Absprache mit der Afrikanischen Union und verschiedenen Regionalorganisationen in Mali, Somaliland und der ZAR eigene Szenarios "Sicherheit neu denken" durch die Zivilgesellschaft zu erarbeiten.
 
 
Birgit Lehmann bewegte die SND-Aktiven mit Körperübungen, die einen ganzheitlichen Ausdruck und die Verarbeitung der mit Friedensarbeit und der aktuellen weltpolitischen Situation verbundenen Spannungen ermöglichen.
Vorgestellt und gut geheißen wurde die für Herbst 2022 gemeinsam mit der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und dem Forum Ziviler Friedensdienst geplante Wahlkreiskampage "Deutschlands Friedensfähigkeit stärken".
 
Unter anderem wurde eine Task Force zu einer möglichen Friedensaktion in Odessa eingesetzt. Weitere Gruppen werden Vorschläge zur stärkeren Verortung der Klimakrise und Sozialer/Ziviler Verteidigung auf der SND-Homepage erarbeiten.
 
In der Schlussrunde bedankten sich die mitwirkenden 62 SND-Aktiven für das gelungene Treffen:  
„Sicherheit neu denken ist als lebendige und bunte Bewegung im Moment eine große Kraftquelle für uns – herzlichen Dank.“